Preise, Leistungen und Warnsignale, damit ihr Angebote vergleichen könnt, statt Zahlen zu raten.
WIE SICHTBAR SEID IHR? — ZUM GEOCHECK↗Das Wichtigste auf einen Blick
Inhalt
GEO kostet im deutschen Markt zwischen etwa 500 und 25.000 Euro pro Monat. Diese Spanne findet sich tatsächlich in Agentur-Angeboten, und sie ist so groß, weil sich dahinter völlig unterschiedliche Leistungen verbergen: vom automatisierten Monitoring-Report bis zum vollständigen Aufbau von Content, Technik und Drittseiten-Präsenz. Dieser Artikel schlüsselt auf, was in welcher Preisklasse realistisch enthalten ist. Damit könnt ihr Angebote vergleichen, statt Zahlen zu raten.
GEO ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Bündel aus vier Leistungsarten. Die erste ist Analyse und Monitoring: Wie sichtbar seid ihr in KI-Antworten, was zitieren die Systeme stattdessen, wie entwickelt sich das über die Zeit? Die zweite ist das technische Setup, also AI-Crawler-Freigaben, strukturierte Daten, llms.txt und eine saubere Seitenstruktur. Die dritte ist der Content-Aufbau: zitierfähige Seiten, FAQ-Strukturen, regelmäßige Aktualisierung. Die vierte ist der Autoritätsaufbau über Erwähnungen in Fachmedien, Verzeichnissen und Communities.
Ein Angebot für 500 Euro enthält davon meist nur die erste Leistungsart. Ein Mandat für 15.000 Euro enthält alle vier in Tiefe. Wer Preise vergleicht, sollte deshalb immer fragen: Welche der vier Ebenen sind enthalten, in welcher Tiefe, und wer liefert eigentlich den Content?
Einstieg, 500 bis 2.000 Euro pro Monat. Sichtbarkeits-Monitoring, ein Basis-Audit, punktuelle technische Empfehlungen. Diese Stufe taugt als Standortbestimmung und für erste Korrekturen. Sie verändert allein aber noch keine Sichtbarkeit, weil weder Content entsteht noch Drittseiten aufgebaut werden.
Aufbau, 2.000 bis 6.000 Euro pro Monat. Komplettes technisches Setup, kontinuierliche Content-Produktion von typischerweise zwei bis vier zitierfähigen Seiten pro Monat, erste Drittseiten-Maßnahmen und ein monatliches Reporting auf KI-Zitierungen. In dieser Stufe entsteht messbare Veränderung. Für die meisten B2B-Mittelständler ist das der passende Rahmen.
Marktführerschaft, 6.000 bis 25.000 Euro pro Monat. Alles aus der Aufbau-Stufe, dazu systematischer PR- und Erwähnungsaufbau, eigene Studien und Daten-Assets, mehrere Themenfelder parallel und internationale Märkte. Diese Stufe lohnt sich, wenn KI-Sichtbarkeit strategische Priorität mit Aufmerksamkeit der Geschäftsführung ist.
Inhouse funktioniert unter drei Bedingungen: SEO- und Content-Kompetenz im Team, Kapazität für kontinuierliche Produktion und technischer Zugriff auf die Website. GEO ist kein Einmalprojekt, deshalb ist die Kapazitätsfrage die entscheidende. Realistisch kostet ein ernsthafter Inhouse-Aufbau 0,3 bis 0,5 Stellen plus Tool-Kosten, also ebenfalls mehrere Tausend Euro monatlich, nur anders verbucht.
Die Agentur lohnt sich vor allem für den Start, wenn Setup, Standards und erste Erfolge schnell stehen sollen, und überall dort, wo Erfahrung mit Drittseiten und Redaktionen den Unterschied macht. Im Mittelstand hat sich ein hybrides Modell bewährt: Die Agentur baut auf, das eigene Team übernimmt schrittweise den Betrieb. So bleibt das Wissen im Haus, und die laufenden Kosten sinken nach der Aufbauphase.
Fünf Prüffragen trennen seriöse Angebote von Blendern. Erstens: Welche konkreten Seiten und Inhalte entstehen, mit welchem Rhythmus? „Optimierung" als Blackbox reicht nicht. Zweitens: Welche KPIs werden berichtet, und gehören KI-Zitierungen und Nennungsraten dazu, oder nur Traffic? Drittens: Wie wird gemessen, mit welchem Prompt-Set, in welchem Turnus? Viertens: Wer schreibt den Content, und wie fließt euer Fachwissen ein? Fünftens: Was passiert nach Vertragsende mit Zugängen, Inhalten und Dokumentation?
Und ein klares Warnsignal: Wer garantierte Platzierungen in ChatGPT oder anderen KI-Systemen verspricht, verspricht etwas, das technisch niemand kontrolliert. Die Antworten variieren je nach Formulierung, Kontext und Modellversion. Seriös sind Messreihen und Wahrscheinlichkeiten.
500 oder 25.000 Euro sind keine Preisfrage, sondern eine Leistungsfrage: Monitoring ist etwas anderes als Marktaufbau.
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Serial Founder mit Fokus auf Growth, Tech und B2B-Geschäftsaufbau. Er gründete das Familien-App-Startup Familonet (über 2 Mio. Nutzer:innen, 2017 von Daimler übernommen) und verantwortete dort als Head of Growth den Zusammenschluss zu REACH NOW. 2020 gründete er LARK DIGITAL; seit 2022 veranstaltet er den trade/off Summit, eine Executive-Konferenz zu Business Growth & KI mit 600+ Teilnehmenden.
